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rund um die Feuerwehr Köppern
Samstag, 20 Februar 2016 16:56

Rolf Röder hängt Helm an den Nagel

Köppern. 

Rolf Röder war in den vergangenen 40 Jahren ein Feuerwehrmann, wie er im Buche steht: 1975 in die Köpperner Wehr eingetreten, absolvierte er in kürzester Zeit eine Vielzahl von Fortbildungen und Lehrgängen. Folgerichtig wurde der damals 25-Jährige schon innerhalb weniger Monate zum Feuerwehrmann ernannt. Und das war erst der Anfang seines Engagements. 1977 zum Jugendfeuerwehrwart und 1980 zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Köppern gewählt, erfolgte acht Jahre später seine Ernennung zum stellvertretenden Stadtbrandinspektor. Im Jahr 1991 wurde Röder schließlich erstmals zum Stadtbrandinspektor gewählt und zuletzt 1998 in seinem Amt bestätigt. 

Für seine vielen Verdienste um die Feuerwehren in der Hugenottenstadt bereits hoch geehrt, hieß es jetzt für den Träger des silbernen Brandschutzehrenabzeichens am Bande und der Ehrenmedaille in Gold des Nassauischen Feuerwehrverbandes Abschied nehmen – nicht von „seiner“ Wehr, aber vom aktiven Dienst. Als rüstiger 65-Jähriger darf er nach geltendem Recht nicht mehr in den Einsatz.

 

Entsprechend herzlich fiel der Dank aus, mit dem Röder am Freitagabend von seinen Kameraden und der versammelten Wehrführung verabschiedet wurde. Mit stehenden Ovationen honorierten sie seinen vier Jahrzehnte überdauernden Einsatz.

Das Rekordeinsatzjahr 2015 hat Rolf Röder allerdings noch aktiv erlebt. So zählte Wehrführer Jürgen Reeh in seinem Rechenschaftsbericht nicht weniger als 131 Alarmierungen auf, was eine Steigerung von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Brände spielten dabei mit 27 Einsätzen aber längst nicht die Hauptrolle. Viel nachhaltiger wurden die 54 Frauen und Männer der Einsatzabteilung über die 67 Hilfeleistungen auf Trab gehalten, von denen mehr als ein Drittel auf Einsätze auf der A 5 entfielen.

Auf der stark befahrenen Bundesfernstraße kracht es relativ häufig, wobei das eigentliche Unfallgeschehen nur eine der Schwierigkeiten für die Retter darstellt. Oft erschweren nämlich fehlende Rettungsgassen und genervte oder gaffende Autofahrer den Helfern ihre Arbeit.

Tierische Einsätze

Dass auch Tiere die Feuerwehren auf den Plan rufen, zeigte sich unter anderem an zahlreichen Wespennestern, die zu entfernen waren. Einem Waschbär, der sich in einem Treppenhaus verlaufen hatte, konnte ebenfalls geholfen werden. Er fand mit Hilfe der Retter seinen Weg zurück in die Freiheit.

Bei den Einsätzen wurden insgesamt 53 Menschen gerettet, ein Mal kam dagegen jede Hilfe zu spät. Überörtlich beteiligten sich die Köpperner Feuerwehrleute an Löscharbeiten bei einem Scheunenbrand in der Usinger Innenstadt und bei der Flüchtlingshilfe.

30 Fehlalarme und fünf Brandsicherheitsdienste vervollständigten Reehs Einsatzstatistik, die für Notfälle rund 2 060 Arbeitsstunden und für die Ausbildung noch einmal gut 3 000 Stunden auswies.

Besonders eifrig ist man in Köppern in Sachen „Nachwuchsgewinnung“. So zählt die Jugendfeuerwehr 21 Jungen und sechs Mädchen, die nicht nur auf den „Ernstfall“ in der Einsatzabteilung vorbereitet werden, sondern vielen weiteren Freizeitbeschäftigungen nachgehen.

Neben großen Schauübungen beim Batschkappen- und beim Lindenfest war der Nachwuchs bei einem Aktionstag mit der integrativen Fußballmannschaft „Team United“ aktiv, der den Beginn einer langen Freundschaft markieren könnte.

Jugendarbeit läuft

Bei der „Mini-Feuerwehr“ für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren machen 20 Kids begeistert mit, die spielerisch an das Feuerwehrwesen herangeführt werden. „Woher bekommt die Feuerwehr ihr Löschwasser?“ oder „Wie setze ich einen Notruf ab?“ sind die klassischen Themen, denen sich die Leiterin Sabrina Deutsch und ihr sechsköpfiges Team zusammen mit den „Löschzwergen“ widmen.

Unterstützt werden Wehr und Jugendabteilung von dem 442 Mitglieder zählenden Förderverein. Er bezuschusste unter anderem den Kauf eines Anzeigemonitors in der Fahrzeughalle und einer Verkehrssicherungshaspel mit Halogenbeleuchtung. Darüber hinaus wurden Uniformteile und Ausrüstungsgegenstände für den Nachwuchs beschafft, wie der Vereinsvorsitzende Peter Schulte ausführte.

Ehrungen und Beförderungen

Ehrungen und Beförderungen sind ein fester Bestandteil in den Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren, auch in Köppern.

So wurden Tobias Arzt, Maximilian Becker, Luca Schneider, Benedikt Solka und Nadja Wiedelmann zu „Feuerwehrmann- oder Feuerwehrfrauanwärtern“ ernannt, Sabrina Deutsch, Anna Schälling, Sebastian Schirmer, Leon Schmidt, Roberto di Stefano, Ben Voigt und Julia Werner sind ab sofort „Feuerwehrmänner oder -frauen“.

Marc Düsing und Alexander Weishäupl wurden zum Oberfeuerwehrmann und Heiko Hahnenstein zum Löschmeister befördert. Der Rang des „Hauptlöschmeisters“ wurde Fabian Lenz verliehen.

Ehrungen des Landes Hessen für den aktiven Dienst in der Köpperner Feuerwehr erhielten Thomas Müller und Sören Odekerken (10 Jahre), Christian Bruder, Peter Schulte und Andreas Thomas (30 Jahre) sowie Rolf Röder (40 Jahre).

Außerdem wurde Mathias Werner als Jugendwart eingesetzt, da Heiko Hahnenstein diesen Posten aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellen musste.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Förderverein wurden ausgezeichnet: Anita Hennig, Erika Stieh, Peter Arnold, Jürgen Debus, Dieter Dienstbach, Kurt Grün, Hans-Jürgen Kratz, Kurt Meyer und Karlheinz Puschner (jeweils 25 Jahre), Sigrun Schmidt, Christof Beutler, Manfred Kraus, Helmut Lenz, Rolf Röder und Rainer Trunk (jeweils 40 Jahre) sowie Liselotte Hill, Dieter Löffler, Heinz Löffler und Michael Schälling (jeweils 50 Jahre).

Willi Müller blickt sogar bereits auf eine 60-jährige Zugehörigkeit zum Feuerwehrverein zurück.



© Taunus-Zeitung vom 22.02.2016



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